Tanz- und Ballettfotografie (Workshop Canon Academy)

Ich habe mir für dieses Jahr einiges vorgenommen. Darunter fällt auch die Teilnahme an mehreren Workshops. Sie bieten mir die Möglichkeit die ganze Theorie unter Anleitung in die Praxis umzusetzen. Am Samstag war es dann so weit: der erste Workshop hat stattgefunden. Durch die Arbeit mit Lindsay reizte mich dieses Thema ganz besonders.

Wie bereits in der Überschrift angesprochen, wird er von der Canon Academy angeboten. Dies hat den Vorteil, dass ich neben dem Fotografischen auch die Möglichkeit habe Equipment auszuprobieren und kennen zu lernen. Das ist vor allem für die Personen super praktisch, die sich bisher nicht die passenden und qualitativen Kameras oder Objektive zugelegt haben. Eine nicht ausreichende Ausrüstung ist kein Hinderungsgrund um an dem Workshop teilzunehmen. Ich selber habe als Canon-Neuling die Gelegenheit genutzt meine eigene Ausrüstung besser kennen zu lernen.

Die Canon-Academy ist natürlich nur der Veranstalter, es braucht natürlich auch einen Trainer. Und das war in unserem Fall Sascha Hüttenhain mit seinem Studio Zwo in Siegen. Ich muss zugeben, dass mir der Name zuvor nicht geläufig war, was eigentlich einwenig schade ist. Denn dann hätte ich seine Arbeiten schon viel früher verfolgen können. Aber wie so oft im Leben steckt ein Sinn dahinter und so kam er genau zum richtigen Zeitpunkt in mein Fotografenleben.

Wer mich kennt weiß, dass der Besuch eines solchen Workshops jede Menge Organisation im Vorfeld mit sich bringt. Muttern & Tiere versorgen und versorgt wissen. Mein Wunsch war es eigentlich komplett entspannt beim Workshop anzukommen, doch dazu wird es vermutlich ein Wunder benötigen. Aber der ganze Organisationsstress war schnell vergessen. Mit Parkmöglichkeiten vorm Haus wirkt die Studiohalle von außen eher unscheinbar. Doch die Tür öffnet sich, man wird freundlich begrüßt und fühlt sich direkt angekommen. Der Vorraum ist eine Kombination aus Besprechungsraum mit abgegrenzter Umkleide. Die Fotos an den Wänden sprechen mich direkt an.

Und dann kommt der Moment, wo der Studiobereich das erste Mal betreten wird. Und es ist gar nicht die ganze technische Ausstattung, die mich zum Staunen bringt: der Raum ist riesig. Ja, das ist ein Studio in dem man arbeiten kann. Dagegen erscheint mir meines, als sei es für Zwerge gebaut (ok ok, ich bin ja auch ein Zwerg). Und nein, ich bin nicht neidisch. Um so ein Studio zu betreiben muss man sich sicher sein, dass man genug verdient um es auch dauerhaft unterhalten zu können. Mein Studio ist zwar klein, aber es passt zu meiner aktuellen Situation und für Tiere (Kleintiere, Katzen und nicht zu riesige Hunde) sowie Babyshootings oder kleinere personenfreie Projekte ist es perfekt. Ja ok, ganz perfekt vielleicht nicht ... denn ein paar Ideen habe ich noch im Kopf. Aber zurück zum eigentlichen Thema, dem Workshop.

Nachdem also die Kinnlade sinnbildlich wieder hochgeklappt worden war, ging es langsam los. Unser Model war die Ballerina Valeria (Instagram: _valxria) und sie war unermüdlich im Einsatz. Was ich gut fand: unser Trainer stellte von Anfang an klar, dass es kein Rudelfotografieren geben würde, sondern jeder immer wieder eine (kurze) Sequenz bekommt, wo er allein mit dem Model arbeitet. Denn nur so kann die Zusammenarbeit mit dem Model funktionieren. Und da jede Sequenz zwei Durchgänge besaß, konnte man im zweiten Anlauf das verbessern, was einem nach dem ersten Durchgang ggf. missfallen hat. Also immer ein Durchgang zum "warm werden" und eine Folgeeinheit. Aus meiner Sicht eine sehr gute Lösung. Endsprechend kann man sich aber auch vorstellen, was Valeria bei 6 Teilnehmern und einem Trainer zu leisten hatte. Ich hab mich daher bemüht es nicht zu übertreiben.

Wir haben letztendlich vier Varianten fotografiert: statische Posen, Posen mit wehenden Tüchern, Mehrfachbelichtung, Schattenspiel. Besonders interessant war für mich die Möglichkeit der Mehrfachbelichtung. Leider war aber mein Ergebnis nicht 100% und ich wollte Valeria nicht zu oft fordern. Aber auch wenn meine Versuche Fehler in der Umsetzung haben, so habe ich doch eine Vorstellung davon bekommen, was möglich ist.

Wie man erkennen kann, ist das mittlere Element - der Sprung - nicht mittig genug, sondern ragt in den anderen Sprung. Ein kleiner "Schönheitsfehler", den man mit etwas Zeit (und der gleichen genialen Blitzanlage) beseitigen kann.

Und hier eine kleine Auswahl der entstandenen Aufnahmen:

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